Herbeder Grundschule
Herbeder Grundschule

Bewegungserziehung

Bewegungskonzept der Herbeder Grundschule

 

Insbesondere in den letzten Jahren wurde immer wieder die große Bedeutung von Bewegung für das allgemeine Lernen herausgestellt.

Es herrscht mittlerweile große Einigkeit darüber und wurde in wissenschaftlichen Versuchen auch erwiesen, dass Bewegung eine zentrale Funktion einnimmt bei der Verflechtung der Wahrnehmungsbereiche mit anderen Entwicklungsbereichen (vgl. A. D. Fröhlich, Wahrnehmungsstörungen und Wahrnehmungsförderung) und somit ein entscheidender Faktor für das Lernen ist.

Daher ist es das Bestreben der Herbeder Grundschule, möglichst viel Bewegung im Schulalltag der Kinder „zu installieren“.

 

Sportfest

Auf der Sportanlage des SV – Herbede findet jährlich ein Sportfest mit einem Angebot an Sport- und Spielmöglichkeiten statt.

Im Jahr 2002 – im Zuge der Neuen Bundesjugendspiele entschlossen wir uns dazu, von den klassischen Bundesjugendspielen abzukehren, da die Chancengleichheit und die Transparenz der Ergebnisse für die erbrachten Leistungen für die gemeinsam in einer Jahrgangsstufe lernenden Kinder zu gering war. Stattdessen organisieren wir unser Sportfest angelehnt an den „Wettbewerb Leichtathletik“.

Hier messen sich die Kinder in den Bereichen Sprint, Weitwurf, Weitsprung und Ausdauerlauf.

Beim Sprint werden die gelaufenen Sekunden in Punkte umgerechnet, wobei die schnellsten Kinder eines Jahrgangs die meisten Punkte erhalten. Es wird hier also nicht nach einer fest vorgegebenen Punktetabelle vorgegangen.

Beim Weitwurf und beim Weitsprung werden Punktezonen (bis maximal zu erreichende

10 Punkte) eingerichtet.

Beim Ausdauerlauf werden die ganzen Runden und die noch angefangenen Viertelrunden gezählt, die die Kinder gelaufen sind und entsprechend mit Punkten bedacht.

 

Die von den Kindern erreichten Punkte werden addiert und es werden Teilnehmer-, Sieger- und Ehrenurkunden verteilt. Hier verfahren wir so, dass innerhalb eines Jahrgangs 20% der Kinder eine Ehrenurkunde erhalten, 50% eine Siegerurkunde und 30% eine Teilnehmerurkunde. Die Kinder mit Ehrenurkunden werden am nächsten Schultag vor allen Kindern der Schule besonders geehrt.

Zusätzlich zu den Sportangeboten aus der Leichtathletik gibt es weitere Sport- und Spielangebote für die Kinder, die das Leichtathletikprogramm beendet haben oder in einer „Warteschleife“ stecken.

Die gemachten Erfahrungen bei allen Beteiligten sind sehr positiv. Daher soll das Sportfest auch weiterhin in dieser Form gestaltet werden.

 

Teilnahme an Schulsportwettbewerben

 

Über das feststehende Sportangebot (vgl. hierzu Arbeitsplan Sport) hinaus nehmen Kinder der Herbeder Grundschule regelmäßig an Schulsportwettbewerben teil:

Feste Termine sind das Basketballturnier der Rüdinghausener Grundschule, die Stadtmeisterschaften im Handball der 2. und 3. Schuljahre, die Stadtschulmeisterschaften im Ringen, Kreismeisterschaften im Schwimmen für Viertklässler im Vormholzer Schwimmbad, ein Fußballturnier für Dritt- und Viertklässler an der Erich-Kästner-Gesamtschule in Bochum und die Stadtschulmeisterschaften im Fußball.

 

Darüber hinaus ergeben sich weitere Sportereignisse wie ein Mixed-Fußballturnier (Holzkamp-Gesamtschule), ein Tennisturnier etc.

 

 

Der Sportförderunterricht an der Herbeder Grundschule und seine Auswirkungen auf den Schulvormittag

 

Zu Beginn wurde u.a. anhand von Erkenntnissen in der Literatur aufgezeigt, welch große Bedeutung die körperliche Bewegung für das alltägliche Lernen in der Schule hat und wie wichtig es ist, dass Kinder sich ausreichend bewegen – bewegen wollen.

 

In diesem Zusammenhang stellten und stellen wir auch bei einzelnen Kindern der Herbeder Grundschule Bewegungsdefizite wie auch Konzentrationsschwächen fest, deren Ursache wir in einem Mangel an Bewegung ausmachten. Diese Kinder sollten im Bereich Sport zusätzliche Angebote erhalten.

Daher richteten wir an unserer Schule einen Bewegungs- und Entspannungsraum ein (Blauer Raum), dessen Einrichtung (Teppichboden, verschiedene Kleingeräte etc.) für die Schülerinnen und Schüler einen sehr hohen Aufforderungscharakter darstellt und das Organisieren von Bewegungsangeboten und vor allem Entspannungsangeboten ermöglicht.

Dieser Raum wurde und wird von den Lehrkräften der Schule genutzt, um den Kindern – über den regulären Sportunterricht hinaus Bewegungs- und Entspannungsmöglichkeiten zu geben und somit die Zeit der Bewegungs- und Körpererfahrung der Kinder in der Schule zu erhöhen.

 

Des Weiteren hat eine Lehrkraft der Schule die – von der Bezirksregierung Arnsberg angebotene und organisierte - Befähigung für das Erteilen von Sportförderunterricht erworben. Daher ist es der Schule möglich, Schülern mit auffälligen Bewegungsdefiziten und -mängeln und / oder besonders auffälligen Konzentrationsschwächen ein bis zwei Stunden in der Woche - zusätzlich zu den vorgegebenen Wochenstunden - Sportförderunterricht zu erteilen. Aus organisatorischen Gründen beschränken wir uns auf Kinder aus den ersten und zweiten Schuljahren.

Hauptaugenmerk des Sportförderunterrichts ist es einerseits, bewegungsschwachen Kindern die – oftmals schon stark vorhandenen – Ängste zu nehmen, ihre individuellen Stärken hervorzuheben und ihnen diese zu verdeutlichen („Ich kann ja auch etwas richtig gut!“) und den Kindern so Freude an der Bewegung zu vermitteln.

Des Weiteren ist es Ziel des Sportförderunterrichts, die Ursachen für auffällige Bewegungsdefizite herauszufinden und die Kinder in den speziellen Bereichen besonders zu fördern.

 
Ein letztes Anliegen ist es, den „hibbeligen“, konzentrationsschwachen Kindern die Möglichkeit zu geben, ihrem großen Bewegungsdrang gerecht zu werden. Dabei liegt ein besonderer Schwerpunkt darin, neben variierender Bewegungsintensität auch für ausreichende Entspannungsübungen zu sorgen und die Bedeutung dieser Entspannungsphasen den Kindern auch zu verdeutlichen, um so ein besseres Körperbewusstsein und ein Körpergefühl zu entwickeln.

 

Die Erfahrungen mit der Einrichtung des Blauen Raumes sowie die Ergebnisse und Erkenntnisse beim Sportförderunterricht (der bei Bedarf natürlich auch in der Sporthalle stattfindet) waren positiv.

Im Verlauf des Sportförderunterrichts zeigte sich bisher auch bei den bewegungsunerfahrenen Schülern mit ihren Defiziten und Schwächen schnell die bei Kindern natürliche Bewegungsfreude. Sie können in einer kleinen Gruppe angstfrei (ohne den Druck durch Vergleiche mit bewegungsstarken Kindern und damit ohne Furcht vor Hänseleien und/oder Ausgrenzungen) Sport treiben. In dieser Gruppe können sie entspannt ihre individuellen Stärken erfahren, verbalisieren und erweitern. Auf dieser Grundlage sind sie dann aber auch bereit, eigene Schwächen zu erkennen und zu akzeptieren. Dieses alles soll und kann die Basis sein für ein intrinsisch motiviertes Arbeiten an den bestehenden Schwächen.

Das Arbeiten mit (zusätzlich) konzentrationsschwachen Kindern in der oben beschriebenen Form brachte ebenfalls beachtliche Fortschritte.

Schließlich soll an dieser Stelle noch die ungemein große Bedeutung für die Entwicklung der Kinder im sozialen Bereich herausgestellt werden.

Die Personalsituation an der Schule hat sich so entwickelt, dass es leider nicht immer möglich ist, Sportförderunterricht zusätzlich zum geregelten Sportunterricht verlässlich  anzubieten. Es wird jedoch angestrebt, hier wieder ein regelmäßiges Angebot zu organisieren.

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